Orientierung ohne Leine beginnt nicht beim Rückruf

Viele Menschen wünschen sich Leinenfreiheit für ihren Hund.
Und fast immer landet das Gespräch schnell beim Rückruf.
Dabei ist der Rückruf nicht der Anfang – sondern eher ein späterer Baustein.
Orientierung entsteht im Alltag
Bevor ein Hund auf ein Signal reagieren kann, braucht er etwas anderes:
ein Gefühl für Verbindung.
Orientierung zeigt sich nicht erst dann, wenn wir rufen, sondern in den vielen kleinen Momenten davor:
Bleibt der Hund im gemeinsamen Bewegungsraum?
-> Passt er sein Tempo an?
-> Nimmt er Richtungswechsel wahr?
-> Sucht er von sich aus Kontakt – ohne Aufforderung?
Das alles passiert leise.
Und genau deshalb wird es so oft übersehen.
Warum Rückrufe scheitern, obwohl sie „trainiert“ wurden
Viele Rückrufe funktionieren auf dem Trainingsplatz – aber nicht im Alltag.
Nicht, weil der Hund stur ist. Sondern weil Orientierung unterwegs fehlt.
Wenn ein Hund gelernt hat, dass draußen vor allem Eigenständigkeit zählt,
ist ein Rückruf plötzlich eine Unterbrechung – kein Angebot.
Dann wird aus einem Dialog ein Abbruch. Und genau das spüren Hunde sehr deutlich.
Orientierung ist keine Kontrolle
Orientierung bedeutet nicht:
-> ständig Blickkontakt
-> enges Bei-Fuß-Laufen
-> permanente Ansprache
Im Gegenteil. Ein orientierter Hund darf sich bewegen, erkunden, Abstand nehmen –
und findet trotzdem immer wieder zurück in die gemeinsame Ebene.
Diese Art von Orientierung entsteht durch:
-> Klarheit
-> Verlässlichkeit
-> einen ruhigen, gut lesbaren Menschen
Nicht durch Druck.
Erst dann wird der Rückruf wirklich wertvoll
Wenn Orientierung da ist, bekommt der Rückruf eine andere Qualität. Er ist kein Notfallknopf, sondern eine Einladung. Ein „Komm zurück, wir gehen gemeinsam weiter.“
Und genau deshalb ist weniger oft mehr:
-> ein klares Signal
-> bewusst eingesetzt
-> gut aufgebaut
-> nicht inflationär genutzt
So bleibt der Rückruf etwas Besonderes.
Orientierung ist der erste Schritt zur Freiheit
Leinenfreiheit ist kein Trainingsziel, das man abhakt. Sie ist ein Prozess.
Ein Prozess aus Beziehung, Bewegung und gegenseitiger Rücksichtnahme.
Und sie beginnt nicht beim Rückruf – sondern bei der Frage, wie wir uns draußen gemeinsam bewegen wollen.
Du wünschst dir genau das?
Mehr Orientierung im Alltag.
Mehr Verbindung unterwegs.
Und einen Rückruf, der darauf aufbauen darf.
Dann begleite ich euch gern – im Einzeltraining oder im 3-Monatsprogramm „Orientiert ohne Leine“, das in Kürze wieder startet.
Melde dich gern bei mir, wenn du Fragen hast oder Unterstützung suchst.
